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Geschichte der TU/TH Graz

Die Entstehung der TH/TU Graz

Die Technische Hochschule Graz ist aus dem im November 1811 durch Erzherzog Johann gegründeten "Joanneum" hervorgegangen.

Archiv der TU Graz

Der Unterricht an dieser Anstalt bewegte sich zunächst vorwiegend in naturwissenschaftlicher Richtung (Mineralogie, Botanik, Zoologie, Chemie, Physik, Astronomie, Landwirtschaftslehre). Erst als 1827 eine Lehrkanzel für technisch-praktische Mechanik geschaffen worden war, entwickelten sich aus dieser heraus, dem Bedarf der Zeit folgend, weitere selbständige Lehrkanzeln technischer Richtung (höhere Mathematik, praktische Geometrie, Mechanik) und legten die Grundlage für den Aufbau einer Technischen Hochschule. Ein entsprechend vorgebildeter Besucherkreis war zur Hebung des Niveaus dieser Schule unerläßlich und wurde 1845 durch die Schaffung einer Realschule mit sieben Klassen sichergestellt.

Mit kaiserlicher Genehmigung vom 18. Oktober 1864 erhielt das "Joanneum" ein neues Statut, wodurch diese Lehranstalt zur "Technischen Hochschule" erhoben wurde.

Neben zwei allgemeinen Klassen bestand die neue Technische Hochschule aus vier Fachschulen (Ingenieurwesen, Maschinenbau, chemische Technologie, Land- und Forstwirtschaft) und gesonderten Kursen für Geometer sowie für Werk- und Baumeister.

Das Professurkollegium, dem es in zäher Arbeit gelungen war, nach und nach weitere für die Ausbildung der Ingenieure notwendige Lehrkanzeln, wie Hochbau, Wasserbau, Straßenbau, ins Leben zu rufen, entwarfen 1871/1872 ein neues Statut, in welchem das Prinzip der Lehr- und Lernfreiheit und die Zulassung zum Hochschulstudium an die Bedingung der abgelegten Maturaprüfung geknüpft wurde. Dadurch wurde die Angleichung der Technischen Hochschule an das Wesen und den Charakter der Universitäten endgültig durchgeführt.

Dieses Statut trat mit dem Studienjahr 1872/1873 in Wirksamkeit und wurde, als die bisher vom Lande Steiermark erhaltene Hochschule 1874 verstaatlicht worden war, übernommen. Am 25. Februar 1935, BGBl.Nr. 62, erhielt diese Anstalt ein neues Statut und wurde vorübergehend mit der Montanistischen Hochschule Leoben zur Technischen und Montanistischen Hochschule Graz-Leoben vereinigt. Am 3. April 1937, BGBl. Nr. 97, wurden die beiden Hochschulen wieder getrennt, und zwar in die Technische Hochschule Graz und die Montanistische Hochschule Leoben.

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Durch den Zweiten Weltkrieg war ein voller Studienbetrieb nicht mehr aufrechtzuerhalten.

Dieser konnte erst nach mühseligen Wiederaufbauarbeiten und selbstlosem Einsatz vieler Beteiligter in den Jahren nach 1945 aufgenommen werden.

Mit Inkrafttreten des Universitäts-Organisationsgesetzes (UOG) (BGBl. Nr. 258/75) am 1. Oktober 1975 wurde die Technische Hochschule in Technische Universität umbenannt und in die Fakultäten für Achitektur, Bauingenieurwesen, Elektrotechnik sowie die Technisch-Naturwissenschaftliche Fakultät gegliedert.

1976 beschloß der Akademische Senat den Namen der Universität die Bezeichnung "Erzherzog-Johann-Universität" beizufügen.

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Die feierliche Eröffnung der K.K. technischen Hochschule in Graz durch Kaiser Franz Josef
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