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Geodähh... was?

Geodäsie ist keine Krankheit...

Also mal ehrlich. Wann hast du zum ersten mal das Wort Geodäsie gehört und was hast du dir darunter vorgestellt? Du hörst jetzt zum ersten Mal davon? Keine Sorge, da bist du nicht alleine. Hier soll dir ein Überblick über die Geodäsie und dessen Studium gegeben werden. Ein Artikel von Elisabeth Woisetschläger.


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Eli­sa­beth Woi­set­schlä­ger,
(Studienjahrgang: 2008)
engagierte Geodäsie-Studentin und Vorsitzende der Studentenvertretung hat im Rahmen von ERASMUS ein Auslandssemester in Zürich absolviert.

Wie heißt das noch mal was du da an der TU studierst? Irgendwas mit Geo…, so was mit Satelliten und Vermessung… oder?

So kann schon mal die eine oder andere Konversation über mein Studium beginnen. Aber warum ist das so? Was machen wir denn eigentlich wirklich? Und warum studiere ich genau dieses Fach?

Beginnen würde ich gerne mit einem kleinen Einblick in das Studium „Geomatics Engineering“, welches auch unter den Bezeichnungen „Geodäsie“ oder „Vermessung und Geoinformation“ bekannt ist.

Unser Studium setzt sich aus den drei Schwerpunkten

  • Ingenieurgeodäsie (Vermessung),
  • Geoinformation/Fernerkundung, sowie
  • Navigation/Satellitengeodäsie

zusammen. Im Großen und Ganzen beobachten wir das System Erde. Der älteste Teil unseres Studiums ist die traditionelle Vermessung und die damit verbundene hochpräzise Erfassung von Objekten an der Erdoberfläche. Weiters beschäftigen wir uns mit der Auswertung und Interpretation von Luftbildern sowie der Erfassung, Analyse und Visualisierung von Geoinformation (z.B. Karten oder 3D-Modelle). Darüber hinaus stellen die Positionsbestimmung über Navigationssatelliten (z.B. GPS) sowie die Erforschung und Modellierung der Erde mittels Satelliten einen Schwerpunkt in unserem Studium dar.

Nähere Informationen zu den einzelnen Teilbereichen der Geowissenschaften findest du unter Studium > Geomatics. Hier gehts nun weiter über die...

...Vorteile dieses Studiums

Im Laufe des Bachelorstudiums bekommt man einen guten Einblick in alle drei Richtungen. Vor allem der abwechslungsreiche Studienalltag mit Vermessungsübungen im Freien, EDV-Labor-Übungen sowie Vorlesungen über allgemeine naturwissenschaftliche Grundlagen, sowie fachspezifische Themengebiete, waren für mich einer der Hauptgründe dieses Studium zu wählen. Anschließend vertieft man sich während des Masterstudiums in einen dieser drei Schwerpunkte und wird somit fachspezifisch für die Welt nach der Uni vorbereitet. Darüber hinaus kann man das erlernte Wissen gut mit Inlands- oder Auslandspraktika sowie Auslandssemestern untermauern.

Ein Grund warum mir das Studium der Geodäsie so gefällt, ist, dass wir eine kleine Studienrichtung mit ungefähr 150 Studierenden sind. Dies bedeutet, dass wir uns untereinander sehr gut kennen und somit unterstützen können. Zusammen arbeitet sich’s doch am Besten! Bedingt durch dieses familiäre Klima, wird man an der Uni von KollegInnen und ProfessorInnen mit Namen begrüßt und fühlt sich somit von Anfang an sehr wohl.

Darüber hinaus darf nicht vergessen werden, dass durch diese eher geringe Anzahl von Studierenden und durch den fachlich breitgefächerten Aufbau des Studiums die Berufschancen sehr gut stehen.

Aber warum studiere ich Geomatics Engineering?

Schon während meiner Schulzeit habe ich das FIT-Programm (FIT - Frauen in die Technik) ausgenützt und Sommerpraktika an der TU absolviert, welche mich noch mal mehr davon überzeugen konnten an der Technischen Universität zu studieren. Als ich dann von meinem Auslandsjahr nach der Matura zurückgekommen bin, stellte sich nur mehr die Frage für welche Studienrichtung ich mich inskribieren sollte. Mir war klar, dass ich etwas in die Richtung Mathematik oder Informatik machen möchte, aber zu „trocken“ sollte es dann auch wieder nicht sein. Nachdem ich mich über das Studienangebot an der TU Graz informiert habe, bin ich irgendwann mal über die Studienrichtung „Geomatics Engineering“ gestolpert. Da ich zu Beginn nicht genau wusste worum es sich handelt, habe ich mir den Studienplan durchgeschaut. Dabei habe ich entdeckt, dass nicht nur sehr viele Mathematik und Informatikfächer sondern auch Komplementärfächer wie Recht und BWL darin vorkommen. Als ich dann auch noch über den Teilbereich der Satellitengeodäsie und der Visualisierung von Geoinformation erfahren habe, habe ich mich endgültig für das Studium „Geomatics Engineering“ entschieden. In den ersten beiden Semestern hat sich dann herauskristallisiert, dass dies wirklich meins ist und je länger ich dieses Studium studiere, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war diesen Weg einzuschlagen.

Den Horizont im Ausland erweitern

Dadurch, dass mir gleich zu Beginn klar war dieses Studium fertig zu studieren, habe ich mich schon im zweiten Semester für ein ERASMUS Auslandssemester beworben und dieses auch bewilligt bekommen. Somit konnte ich im vierten Semester in Zürich studieren und habe im Jahr darauf noch ein dreimonatiges Auslandspraktikum in der Schweiz absolviert. Darüber hinaus hoffe ich im Laufe des Masters noch ein Auslandspraktikum durchführen können! In der Geodäsie gibt es mehrere Möglichkeiten für einige Zeit während des Studiums ins Ausland zu gehen. Hierfür kann man auch passende Stipendien finden. Auf alle Fälle würde ich empfehlen von diesem Angebot Gebrauch zu machen!

Abschließend kann ich nur sagen, dass dieses Studium für mich genau die richtige Wahl war und ich die fachlich breitgefächerte Ausbildung sowie die „familiäre Atmosphäre“ sehr schätze!

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